Manchmal geschehen Dinge, die sich dem Verstand entziehen. Nicht, weil sie übernatürlich wären, sondern weil sie uns daran erinnern, dass zwischen Menschen etwas entstehen kann, das grösser ist als jeder einzelne von uns.
Genau so haben wir das 8. Zuvuya Flow Festival erlebt.
Als wir uns entschieden, den Balmberg als neuen Austragungsort zu wählen, wussten wir, dass dieser Kraftort nicht nur eine beeindruckende Naturkulisse besitzt. Gleichzeitig war uns bewusst, dass an diesem Ort seit Jahren Spannungen, Konflikte und verschiedenste Interessen aufeinanderprallen. Vielleicht war gerade das der Grund, weshalb es uns innerlich so stark hierher gezogen hat.
Unser Wunsch war nie einfach, ein weiteres Festival zu organisieren. Wir wollten einen Raum erschaffen, in dem Menschen für einige Tage erfahren können, wie sich Frieden anfühlt. Nicht als philosophische Idee und auch nicht als politisches Programm, sondern als gelebte Erfahrung. Einen Ort, an dem Kunst verbindet, Musik Herzen öffnet, Wissen geteilt wird und Begegnungen wieder selbstverständlich werden.
Heute dürfen wir voller Dankbarkeit sagen: Das Wunder vom Balmberg ist für uns keine Metapher geworden. Es ist Wirklichkeit geworden.
Während vier Tagen entstand ein Feld, das von unglaublich vielen Besucherinnen und Besuchern auf dieselbe Weise beschrieben wurde. Immer wieder hörten wir Worte wie leicht, friedlich, herzlich, verbunden oder einfach magisch. Menschen, die sich vorher nie begegnet waren, sassen gemeinsam in der Chai Lounge, lachten miteinander, unterstützten sich beim Aufbau oder führten Gespräche, die sie vermutlich ihr ganzes Leben nicht vergessen werden.
Besonders berührt haben uns die Begegnungen mit den Bewohnerinnen und Bewohnern des Asyl-Durchgangszentrums im ehemaligen Kurhaus. Viele von ihnen haben Krieg erlebt, mussten ihre Heimat verlassen oder Familienangehörige zurücklassen. Umso schöner war es zu erleben, wie selbstverständlich Grenzen verschwanden. Es wurde miteinander getanzt, gelacht, musiziert und geredet, ohne dass Herkunft, Sprache oder Religion eine Rolle spielten. Genau in solchen Augenblicken wird sichtbar, dass Frieden immer beim einzelnen Menschen beginnt.
Auch sonst schien das Leben während dieser Tage immer wieder seine eigene Regie zu führen.
Ein junges Paar erzählte uns voller Freude, dass es sich nach langer Zeit wiedergefunden habe. Beide beschrieben ihre Begegnung mit einer Selbstverständlichkeit, als hätten sich zwei Seelen wiedererkannt, die sich schon weit vor diesem Leben begegnet waren.
Eine junge Frau reiste mit dem Wunsch an, eines Tages als Doula Frauen auf ihrem Weg zu begleiten. Ohne danach gesucht zu haben, begegnete sie genau an diesem Wochenende einer erfahrenen Doula-Meisterin. Aus einem kurzen Gespräch entstand eine Verbindung, die ihren weiteren Lebensweg möglicherweise nachhaltig verändern wird.
Solche Geschichten erreichten uns während des gesamten Festivals. Für manche mögen es Zufälle sein. Für uns sind es Synchronizitäten. Für uns sind es Erinnerungen daran, dass das Leben manchmal Menschen zusammenführt, wenn Raum dafür entsteht.
Ein weiterer Höhepunkt war der Besuch von Anne und Dennis Mattern. Mit ihrem Vortrag «Die Kraft der Riesen»öffneten sie für viele Menschen einen völlig neuen Blick auf unsere Geschichte und auf die uralten Spuren, welche unsere Erde bis heute in sich trägt. Im Anschluss entstand eine berührende Zeremonie, bei der gemeinsam ein Rosenquarz im Boden des Balmbergs vergraben wurde – als Zeichen für Frieden, Heilung und die Absicht, diesen Ort mit einer liebevollen Energie aufzuladen. Ob man solche Handlungen symbolisch versteht oder energetisch wahrnimmt, spielt letztlich keine Rolle. Entscheidend ist die gemeinsame Ausrichtung, mit der sie geschehen.
Wenn wir heute auf diese Tage zurückblicken, erfüllt uns vor allem eines: tiefe Dankbarkeit.
Dankbarkeit gegenüber unserem wunderbaren Team und all den freiwilligen Helfern – Martin, Raphael, Meret, Keya, Jan, Janine, Susanne und Trice –, das mit unglaublichem Herzblut unzählige Stunden investiert hat. Vieles geschieht hinter den Kulissen und bleibt für die Gäste unsichtbar. Gerade deshalb möchten wir euch von Herzen danken.
Ebenso danken wir unseren Sponsoren und Unterstützern: goodmoodfood, Guya, Susanne Triener, Vortex Power, dem Bioladen Bonbonne sowie Carmen Pipola. Ohne eure Grosszügigkeit und euer Vertrauen wäre vieles nicht möglich gewesen. Einen ganz speziellen Dank geht auch an Melli Rose von ALGE Soul Kitchen, die uns von Anfang an mit leckerem Essen verwöhnt hat und die Herausforderung der vielen Helfer professionell gemeistert hat.
Natürlich wissen wir auch, dass nicht alles perfekt war. Es war unser erstes Festival auf dem Balmberg, vieles war neu, manches improvisiert und einige Herausforderungen konnten wir erst vor Ort lösen. Gerade deshalb möchten wir uns bei allen bedanken, die uns mit Geduld, Verständnis und Wohlwollen begleitet haben. Jede Erfahrung, jede Rückmeldung und jede Herausforderung fliesst bereits jetzt in die Planung des nächsten Festivals ein.
Vielleicht besteht das eigentliche Wunder vom Balmberg gar nicht darin, dass einzelne aussergewöhnliche Dinge geschehen sind. Vielleicht liegt das Wunder vielmehr darin, dass für einige Tage sichtbar wurde, wie unsere Welt aussehen könnte, wenn Menschen sich nicht über ihre Unterschiede definieren, sondern über das, was sie miteinander verbindet.
Genau diese Erfahrung nehmen wir mit. Nicht als Erinnerung an ein schönes Festival. Sondern als lebendigen Beweis dafür, dass Frieden durch Kunst und Kultur weit mehr sein kann als ein Motto.
Es kann gelebte Realität werden.
Damit diese Erinnerungen nicht im Alltag verblassen und wir uns wider aus den Augen verlieren, haben wir (Verein für neues Zeitbewusstsein) ein neues Abenteuer initiiert: die 13 Monde Heldenreise hat bereits begonnen und du kannst jederzeit mitreisen, wenn du den Ruf fühlst.
1 Jahr | 13 Monde | 1 Gemeinschaft | Inspiration 365 Tage
Link zum Onboarding: https://www.zuvuya-agenda.ch/heldenreise-menu/

